"Streif" Wanderung

Blick vom Starthaus
Blick vom Starthaus

Wenn wir schonmal in der Nähe sind, durfte natürlich ein Besuch auf dem Hahnenkamm nicht fehlen. Die wohl härteste Skirennstrecke wollten wir uns aus der Nähe anschauen. Schon im Vorfeld wussten wir, dass wir die "Streif" von oben nach unten wandern wollten.
Mit der Hahnkammbahn gondelten wir hinauf. Danach ging es zum Starthaus auf 1665 Meter. Der Blick aus dem Starthaus hinaus – umwerfend. Kitzbüheler Alpen, das Kaisergebirge und das im Tal gelegene Kitzbühel was für ein Ausblick den man von hier oben hat. Und da wollen wir runter? Na dann auffi! Die knapp 5 Kilometer und 900 Höhenmeter werden wir schon schaffen?

Die Schlüsselstellen der Streif sind mit Toren gekennzeichnet. Nach den Startschuss erreichen wir die sogenannte Mausefalle. Mit 85% ist dies die steilste Stelle und man springt hier bis zu 80 Meter weit.
Danach folgt der Steilhang. Hier steht als Zusatz "eisigste Stelle der Streif mit extrem hohen Fliehkräften". Zum Glück tragen wir Bergschuhe. Können wir wohl ignorieren? Hier geht es nun richtig steil weiter, so langsam bekommt man ein Gefühl dafür, wie es sein muss, auf eisiger Piste hier vorbeizurasen. Danach wandern wir über flacheres Gelände talwärts zur Seidlalm. Hier gönnen wir uns nur eine kurze Trinkpause, denn es liegt ja noch ein weiter Marsch vor uns. Den letzten atemberaubenden Ausblick genießen wir auf einem Bankerl von der Hausbergkante aus.
Dieser steile Schlussabschnitt erfordert höchste Anforderung an Mensch und Material.
Hier schießt der ein oder andere Skirennläufer gedanklich an uns vorbei. Was für ein Gefühl muss das sein? Aber nun haben auch wir das Ziel vor Augen.

Was bleibt ist ein toller Tag, mit einer anstrengenden Wanderung, die uns Einblicke in den Skizirkus bot. Großer Respekt vor denen die sich hier den Berg auf Skier runter stürzen.Uns bleiben für die nächsten Tage Knieschmerzen und Schmerzen an Stellen, die wir gar nicht kannten :-)

 

 

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