23. - 25. 3. 12 - Wochenende in Friedrichroda

Das schöne frühsommerliche Wetter nutzen wir zu einem Kurztripp in den Thüringer Wald, nach Friedrichroda.

Am sonnigen, warmen Samstag machten wir uns zu einer Rundwanderung auf, der uns zur Tanzbuche (historisch bedeutsamer Standort einer alten Jagdhütte) und wieder zurück nach Friedrichroda führen sollte. Frohen Mutes und gut gestärkt liefen wir nach dem Frühstück los. Die ersten Kilometer ging es stetig steil den Burgweg bergauf und es ward kein Ziel in Sicht. Gefühlt waren wir schon Stunden unterwegs nur die Kilometerzahl am Wegweiser wurde nicht bedeutend weniger. Die erste Schutzhütte war dann auch die unsere, um eine kleine Rast einzulegen. Weiter ging es durch die Tiefen des Thüringer Waldes. Die Mittagszeit verstrich so langsam und ein kleines bischen Bauchgrummeln stellte sich bei allen Beteiligten ein, als wir endlich die Tanzbuche erreichten. Wir hatten das Grundstück noch nicht richtig betreten als uns ein großer Hund entgegen kam. Da Emma grad ihre heißen Tage hatte, ward es uns nicht einerlei und wir machten uns zum Rückzug bereit, da den Hund auch keiner beiseite nehmen wollte. Schnell nachgefragt, wo das nächste Gasthaus ist und schon ging es weiter. Wenige Kilometer weiter sollte den Zweibeinern das Heuberghaus ein kühles Radler servieren. Wir marschierten los und wen hatten wir im Schlepptau - den Hund der Tanzbuche. Das konnte doch nicht war sein! Der blieb uns auch die nächste Stunde auf den Fersen und war das nicht schon belastend genug - war auch noch das Heuberghaus geschlossen. Wieder nichts kaltes zu Trinken und zu Essen gab es gleich gar nichts. Hier soll nun auch mal was kulturelles eingefügt werden - denn ein Stückchen liefen wir hier nun auf dem Rennsteig ( "ca. 170 km langer Kammweg sowie ein historischer Grenzweg im Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald. Außerdem ist er der älteste Weitwanderweg Deutschlands. Er beginnt im Eisenacher Stadtteil Hörschel am Ufer der Werra und endet in Blankenstein an der Selbitzbrücke") entlang. Nach der Enttäuschung machten wir kehrt und schlugen den Weg Richtung Heimat an. Noch standen 6 Kilometer, vor allem der Abstieg zum "Ungeheuren Grund", auf dem Wegweiser die noch vor uns lagen. Nichts zu trinken und der Bauch knurrte. Die Stimmung war trotzdem toll und bei Rennsteig Lied und Müller´s Lust lief es sich gleich schneller. Vorbei sollte es nun am Schaubergwerk "Marienglashöhle" gehen als unsere Augen auf das Gasthaus "Sankt Marien" vielen. Mittlerweile war es schon Nachmittag und uns hing der Bauch in den Kniekehlen. Hier bekamen die Zweibeiner nun endlich was Nahrhaftes und wir Vierbeiner konnten unsere Pfötchen, die wir zwischen durch immer mal wieder im Bach kühlen mussten, hoch legen. Gut gestärkt ging es auf die letzten Kilometer. Endlich war auch das Ziel Friedrichroda in Sicht, nur als wir sahen, wir hoch unser Hotel lag und das wir da noch rauf mussten, wurde uns gleich wieder anders zumute.

Nach gefühlten Hunderten von Kilometern und Stunden im Thüringer Wald war jeder froh endlich sein Hotelzimmer wieder zu erreichen.

Wirklich waren es wohl um die 20 Kilometer und wir waren 6 Stunden unterwegs.

Für uns Beagle blieb nichts weiter vom Tag als die Pfoten hoch zu legen und ein kleines Nickerchen zu halten. Dieser Zustand änderte sich auch am nächsten Tag nicht!!

An alle Beteiligten - es war schön mit euch ein paar tolle Tage bei herrlichem Wetter, guter Laune und ganz viel Spaß zu verbringen.